Erektionsprobleme mit 20: Fast immer harmlos
Mit 20 sitzt die Ursache fast immer im Kopf, nicht im Körper. Warum das so ist, welche Auslöser typisch sind und wie Sie dem Problem schnell seine Macht nehmen.
Weiterlesen »Es ist eine der bittersten Situationen, die ein Mann erleben kann. Da ist eine neue Frau, die Anziehung stimmt, die Vorfreude war wochenlang da. Und dann, im entscheidenden Moment, passiert nichts. Ausgerechnet jetzt. Ausgerechnet bei ihr.
Wenn Ihnen das passiert ist, kommt fast sofort der Gedanke: Was stimmt nicht mit mir? Und kurz darauf der zweite, noch unangenehmere: Was denkt sie jetzt? Beide Gedanken sind verständlich, und beide führen in die falsche Richtung. Denn Erektionsprobleme am Anfang einer Beziehung sind kein Zeichen dafür, dass etwas kaputt ist. Sie sind in aller Regel das Gegenteil.
Kurz gesagt: Wenn es mit der neuen Partnerin nicht klappt, mit der alten aber klappte, und wenn morgens Erektionen da sind, ist die Mechanik in Ordnung. Der Auslöser ist fast immer die Anspannung der ungewohnten Situation. Je wichtiger Ihnen die Frau ist, desto größer der Druck. Genau deshalb trifft es besonders oft die Beziehungen, die einem viel bedeuten.
Die Erektion braucht Entspannung. Sie entsteht, wenn der Parasympathikus, der Ruhenerv, die Gefäße im Penis weitet. Sein Gegenspieler ist der Sympathikus, der Stressnerv. Und der springt in genau den Situationen an, in denen viel auf dem Spiel steht.
Beim ersten Mal mit einer neuen Frau kommt alles zusammen, was das Stresssystem aktiviert: eine ungewohnte Umgebung, ein unbekannter Körper, die Frage, wie man bewertet wird, und ein Wunsch, es besonders gut zu machen. Je mehr Ihnen an der Situation liegt, desto höher die innere Anspannung, und desto wahrscheinlicher, dass der Ruhenerv abgedrängt wird.
Deshalb erleben viele Männer das Paradox, dass es bei einer flüchtigen Bekanntschaft problemlos funktioniert und bei der Frau, in die sie sich gerade verlieben, nicht. Das ist kein Widerspruch. Es ist die logische Folge davon, wie das Nervensystem arbeitet.
Das eigentliche Problem ist selten der erste Abend. Es ist das, was danach im Kopf passiert. Beim nächsten Treffen ist der Gedanke schon da, bevor überhaupt etwas beginnt: Hoffentlich passiert das nicht wieder. Genau dieser Gedanke aktiviert dasselbe Stresssystem, das beim ersten Mal die Erektion verhindert hat.
So wird aus einem einmaligen Zufall eine sich selbst erfüllende Erwartung. Männer beschreiben das oft als Beobachterrolle: Sie sind nicht mehr im Moment, sondern schauen sich beim Sex zu und prüfen ständig, ob es funktioniert. Diese Selbstbeobachtung ist der wirksamste Erektionskiller, den es gibt, denn sie nimmt Sie gedanklich aus genau der Situation heraus, die Entspannung erfordert.
Erektionsprobleme haben Ursachen. Und Ursachen lassen sich beheben. Das Programm von Männergesundheits‑Coach David Emmerich zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Ihre Standfestigkeit auf natürlichem Weg zurückgewinnen: ohne Pillen, ohne Peinlichkeit, diskret von zu Hause.
Jetzt Lösung ansehen » Lieber erst einmal lesen? Holen Sie sich das gratis Buch „Die Potenzformel“.Ja, und zwar früher als Ihnen lieb ist. Der Grund ist einfach: Wenn Sie nichts sagen, füllt sie die Lücke selbst. Und die häufigste Erklärung, die Frauen in dieser Situation finden, lautet: Er findet mich nicht attraktiv. Das ist fast immer falsch, richtet aber realen Schaden an.
Ein Satz reicht meistens. Etwa: Ich bin nervöser, als ich zugeben wollte, weil du mir wichtig bist. Das hat nichts mit dir zu tun, im Gegenteil. Damit ist die Deutungshoheit geklärt, und in fast allen Fällen entspannt sich die Situation sofort. Viele Männer berichten, dass es beim nächsten Mal problemlos klappte, allein weil das Thema ausgesprochen war.
In den allermeisten Fällen ist die Situation der Auslöser. Es gibt aber Konstellationen, bei denen ein Arztbesuch sinnvoll ist, auch wenn die Beziehung neu ist.
Erektionsprobleme am Anfang einer Beziehung sind meist ein Zeichen dafür, dass Ihnen die Frau wichtig ist, nicht dafür, dass etwas nicht stimmt. Der Weg heraus führt über weniger Anstrengung, nicht über mehr. Nehmen Sie den Anspruch heraus, sprechen Sie es an und geben Sie sich ein paar entspannte Begegnungen Zeit. In den meisten Fällen erledigt sich die Sache dann von selbst. Wie Sie grundsätzlich mit dem psychischen Anteil umgehen, lesen Sie unter Psychische Erektionsstörung überwinden.
Sehr normal. Befragungen zeigen, dass ein erheblicher Teil aller Männer das mindestens einmal erlebt hat. Es wird nur selten darüber gesprochen, was den Eindruck erzeugt, man sei allein damit.
Weil dort kein Bewertungsdruck existiert. Genau dieser Unterschied ist der beste Beleg dafür, dass Ihre Erektionsmechanik funktioniert und die Ursache in der Situation liegt.
Bei rein situativer Anspannung ist das selten der richtige erste Schritt, und verschreibungspflichtig sind diese Mittel ohnehin. Manche Ärzte setzen sie kurzzeitig ein, um den Teufelskreis zu durchbrechen. Das gehört aber in ärztliche Hand.
Meist wenige Wochen, sobald der Druck raus ist. Entscheidend ist, dass Sie den Kreislauf aus Erwartung und Enttäuschung unterbrechen, nicht dass Sie sich stärker anstrengen.